Pendelnde Lasten bei Wolffkran kein Thema mehr

Wolffkrans neues elektronisches Assistenzsystem HiSPS hat viele Vorteile: Es verringert die Gefahr durch schwingende Lasten oder Kranhaken, bietet mehr Effizienz im Kranbetrieb und macht den Kran fit für Fernsteuerung und BIM.

Wolffkran führt elektronisches Assistenzsystem High-Speed-Positioning-System (HiSPS) ein
Das High-Speed-Positioning-System von Wolffkran legt den Grundstein für den autonom fahrenden, digitalisierten Kran. Die Kranbewegungs- und Positionsdaten, die das HiSPS generiert, können in die digitale Baustellenorganisation mittels Building Information Modelling (BIM) integriert werden. | Foto: Wolffkran
Das High-Speed-Positioning-System (HiSPS) von Wolffkran ermöglicht es, die Last am Kranhaken fast schwingungsfrei zu bewegen und millimetergenau zu positionieren. Das zuschaltbare Assistenzsystem arbeitet durch zwei akkubetriebene Sensoren an Laufkatze und Unterflasche des Kranhakens. Verbunden mit einer Steuerungseinheit im Schaltschrank erkennen diese die Bewegungen des Seils und passen die Bewegung und Geschwindigkeit von Drehwerk und Laufkatze automatisch daran an. „Der Kranführer steuert letztlich nicht mehr den Kran, sondern die Last mit Unterstützung des Systems“, erläutert Viktor Mosolf, Abteilungsleiter Digitalisierung bei Wolffkran.

Im Oktober 2022 präsentierte Wolffkran auf der Messe bauma das High-Speed-Positioning-System. Jetzt ist die zum Patent angemeldete Technik zusammen mit Wolffkrans Neuzugang Wolff 6523 Clear bestellbar. Ab Anfang 2024 werden weitere neugefertigte Wolff-Modelle mit der Option ausgestattet, das HiSPS zu aktivieren, und auch bestehende Wolff-Krane können nachgerüstet werden.

Laufkatze und Kranhaken immer im Lot

Das zuschaltbare Assistenzsystem HiSPS arbeitet mit akkubetriebenen Sensoren an Laufkatze und Unterflasche des Kranhakens. Diese erkennen die Bewegungen des Seils und passen die Bewegung und Geschwindigkeit von Drehwerk und Laufkatze automatisch daran an. | Foto: Wolffkran
Das zuschaltbare Assistenzsystem HiSPS arbeitet mit akkubetriebenen Sensoren an Laufkatze und Unterflasche des Kranhakens. Diese erkennen die Bewegungen des Seils und passen die Bewegung und Geschwindigkeit von Drehwerk und Laufkatze automatisch daran an. | Foto: Wolffkran
Die durch die Kranbewegung in Schwingung versetzte Last wird durch Aktivierung des HiSPS innerhalb von Sekunden zum Stillstand gebracht. Auch starke Windeinflüsse können so eliminiert werden. Da die Laufkatze bei aktiviertem HiSPS immer automatisch die Position über der Hakenflasche einnimmt, ist kein Schrägzug der Last möglich. Beim manuellen Ziehen des Hakens oder beim Schieben der Last per Hand am Boden fährt die Laufkatze automatisch mit beziehungsweise ist immer exakt über der Last positioniert. „Das Risiko von Unfällen und Schäden durch schwingende Lasten oder Haken wird dank HiSPS erheblich reduziert“, resümiert Viktor Mosolf. „Zudem wird das Antikollisionssystem optimiert, da nicht nur der Kran, sondern auch die Last innerhalb der Arbeitsbereichsbegrenzung automatisch gestoppt wird.“

High-Speed-Positioning-System erleichtert Fernsteuerung des Krans

Das Wolff High-Speed-Positioning-System erhöht nicht nur die Baustellensicherheit, sondern ermöglicht auch ein wesentlich effizienteres Arbeiten. Der Kran kann deutlich einfacher und intuitiver vom Boden aus per Fernsteuerung bedient werden. Muss der Kranführer bisher die Last sehr langsam bewegen, um eine starke Pendelbewegung zu vermeiden, kann er den Kran mit zugeschaltetem System deutlich schneller fahren. Zudem ermöglicht das HiSPS Hakenpositionen zu speichern und automatisiert anzufahren. So kann die Last auch bei eingeschränkter Sicht präzise positioniert werden. Die Möglichkeit, gespeicherte Positionen automatisiert anzufahren, macht HiSPS dabei neben Baustellenkrane auch für „Wölffe“ auf Lagerplätzen, in Minen und in der Industrie interessant, die ohne Krankabine vom Boden aus gesteuert werden.

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„HiSPS ist aber nicht nur ein digitales Assistenzsystem und der Grundstein des autonom fahrenden Krans“, sagt Dr. Mohamed Abouelezz, Leiter Produktmanagement und Business Development bei Wolffkran. „Die Kranbewegungs- und Positionsdaten, die das HiSPS generiert, können in die moderne digitale Baustellenorganisation mittels Building Information Modelling (BIM) integriert werden. Mit HiSPS sind unsere Krane bereit für die fortschreitende Digitalisierung des Bauwesens.“

HiSPS bald für alle Wolff-Krane verfügbar

Nach ausgiebiger Testphase wurde das HiSPS Ende September in Heilbronn erstmals im marktreifen Zustand der Öffentlichkeit präsentiert. Anfang September war es bereits auf der Matexpo in Belgien, der größten Baufachmesse in den Benelux-Staaten, ausgestellt und mit dem Innovationspreis ausgezeichnet worden. In den nächsten Monaten werden alle Laufkatzkrane der aktuellen Produktion serienmäßig mit vorinstalliertem System ausgeliefert, sodass HiSPS als Option jederzeit genutzt werden kann; auch bestehende Krane können entsprechend nachgerüstet werden. In einem zweiten Schritt soll das High-Speed-Positioning-System künftig auch für die Wolff-Wipper verfügbar sein.

Quelle: Wolffkran

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