Güteschutz rückt Qualität in den Vordergrund
Wenn das Kanalnetz in die Jahre kommt, ist ein steigender Instandhaltungsaufwand erforderlich. Damit es auch langfristig überall bezahlbar und verlässlich bleibt, müsste vielerorts deutlich mehr investiert werden. Mehr Wertschätzung für die Kanalnetze – diese alte Forderung gewinnt aktuell an Dynamik. Wesentlicher Teil einer effektiven Instandhaltung ist auch der Güteschutz.

„Vor diesem Hintergrund sehen wir es als unsere vorrangige Aufgabe an, unsere Mitglieder im Hinblick auf Qualität und Langlebigkeit der Bauwerke zu unterstützen, so etwa durch Weiterbildung des Personals und durch Prüfung der Qualifikation der Gütezeicheninhaber“, sagt Marco Künster, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Kanalbau.
Rohrpost abonnieren!
Wir graben für Sie nach Neuigkeiten. Die Ergebnisse gibt es bei uns im Newsletter.
Jetzt anmelden!


Mindestanforderungen im Blick
Das entspricht den Wünschen der Auftraggeber, für die die Prüfung der Bietereignung vor allem mit Blick auf langlebige und damit wirtschaftliche Kanalsysteme wichtig ist. Unter anderem fordern sie Eignungsnachweise, das heißt Nachweise und Belege über die Erfüllung von entsprechenden Mindestanforderungen. Das Ziel ist es, die Nutzungsdauer von Entwässerungskanälen zu erhöhen. Das gelingt, wenn die Anforderungen der Regelwerke bei Bauausführung, Sanierung, Inspektion, Reinigung und Dichtheitsprüfung erfüllt werden.
Die von den Prüfingenieuren durchgeführten Baustellen- und Firmenprüfungen sind deshalb wichtiger Bestandteil der Gütesicherung Kanalbau. Zurzeit überprüfen 28 Prüfingenieure bundesweit sowie im benachbarten Ausland die Qualifikation der Gütezeicheninhaber. Neben den – wo immer möglichen – unangemeldeten Baustellenprüfungen wird in regelmäßigen Firmenprüfungen die Erfüllung der Anforderungen an das Fachpersonal und dessen regelmäßige Schulung, an den Umfang der Referenzmaßnahmen (Erfahrung), an Betriebseinrichtungen und Geräte sowie die Eigenüberwachung geprüft. Firmenprüfungen erfolgen situationsabhängig, mindestens aber einmal alle zwei Jahre in den Beurteilungsgruppen AK3, AK2, AK1, VP, VM, VMD, VO, VOD und VB sowie einmal pro Jahr in den Beurteilungsgruppen S, I, R, D, ABAK, ABV und ABS.

Alles vollständig?
Fehlen Angaben, oder ist alles richtig und vollständig dokumentiert? Ist ausreichend qualifiziertes Personal qualifiziert und ist das gemeldete Personal auf der Baustelle? – das sind wichtige Fragen, bei deren Beantwortung sich der Prüfingenieur in der Regel mit dem Polier oder Bauleiter austauscht. Insbesondere werden die erforderlichen Unterlagen gesichtet, um zu klären, ob die Situation auf der Baustelle mit den gemeldeten Daten übereinstimmt. Die Ergebnisse werden in einem Prüfbericht dokumentiert, der gegliedert ist in die Positionen „Allgemeine Angaben“, „Angaben zur Maßnahme“, „Technische Daten“, „Personal“, „Nachunternehmer“, „Plan- und Ausführungsunterlagen“ sowie „Ausführung“. Ist alles in Ordnung, wird das positive Ergebnis ebenso festgehalten, wie eventuelle Abweichungen.

Güteausschuss berät

Baustellenprüfung mit Hinweis
Lesen Sie auch:
Quelle: Güteschutz Kanalbau
Neueste Beiträge:
Meistgelesene Artikel
Für welche Leistungsart interessieren Sie sich?


Bauleistungen


Dienstleistungen


Lieferleistungen
Verwandte Bau-Themen:
Aktuelle Termine für unterirdische Infrastruktur
Alle wichtigen Termine für unterirdische Infrastruktur
Jetzt zum Newsletter anmelden:
Leitungsbau, Kanalsanierung, Abwasser – erfahren Sie das wichtigste rund ums Thema unterirdische Infrastruktur.





